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Beantragung


 

Infos zur Beantragung der Freistellung für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit nach dem Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch, vierter Teil, Ehrenamt in der Jugendarbeit
vom 01.01.2014


Für welche Tätigkeit entsteht der Anspruch auf bezahlte Freistellung?

Freistellung kann in Anspruch genommen werden entweder für die Tätigkeit als LeiterIn, pädagogischeR MitarbeiterIn oder HelferIn bei Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen oder für die Teilnahme an Veranstaltungen, die der Aus-, Fort- und Weiterbildung für die Tätigkeit in der Jugendarbeit dienen.


Wem steht Freistellung zu?

Jede hessische Beschäftigte Person über 16 Jahre, die in der Privatwirtschaft, bei gemeinnützigen Organisationen oder in anderen Betrieben beschäftigt ist, hat einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung im Rahmen ihrer Tätigkeit als ehrenamtlicheR MitarbeiterIn in der Jugendarbeit.

Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes findet das Gesetz im vierten Teil des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches zum Ehrenamt in der Jugendarbeit keine Anwendung. Hier gilt der Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport vom 03.11.08 (StAnz. Nr. 45 S. 2808) indem beschlossen wurde, dass die Regelungen auch für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes Anwendung finden kann.

Für PfarrerInnen, KirchenbeamtInnen, LandesbeamtInnen, ArbeitnehmerInnen der Bundesbehörden, SoldatInnen und RichterInnen gelten die jeweiligen Beamtengesetze, in denen geregelt ist, dass die Dienstherrenbehörde aus Ermessen ebenso freistellen kann.

Zivildienstleistende, Bundesfreiwillige, SchülerInnen und StudentInnen sind von der Sonderurlaubsregelung ganz ausgenommen, da kein Beschäftigungsverhältnis im Sinne des Hessischen- Kinder- und Jugendhilfegesetzes besteht. Ausnahme hierbei bildet ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, falls dieses bei den betroffenen Personen zusätzlich bestehen sollte.


Der Weg zur Freistellung

Antragsberechtigt sind alle freien Träger der Jugendhilfe, die Mitglied im Hessischen Jugendring sind. Der Landesverband der Evangelischen Jugend in Hessen ist Mitglied im Hessischen Jugendring. Dementsprechend sind alle Kirchengemeinden, Dekanate und Kirchenkreise von EKHN und EKKW, sowie hessische Orts- Kreis- und Landesverbände von CVJM und EC, sowie hessische Stämme des VCP und die hessischen Ortswerke des EJW ebenfalls antragsberechtigt.

Der Veranstalter vor Ort, welcher eine Freistellung für eine Person, die ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig werden soll, wünscht, stellt einen Antrag auf Freistellung bei der Geschäftsstelle des Landesverbandes der Evangelischen Jugend in Hessen.

Welche Angaben dazu nötig sind, lässt sich auf dem entsprechenden Antragsformular ersehen. Wir bitten darum, dass dieser vollständig ausgefüllt und unterschrieben wird.

Der Landesverband prüft dann den Freistellungsantrag, stellt einen Antrag an den Arbeitgeber und einen Antrag an den Hessischen Jugendring zur Prüfung und Befürwortung.

Der Hessische Jugendring schickt (bei positiver Prüfung) eine Befürwortung des Antrags an den Arbeitgeber und eine Kopie an den Landesverband. Der Arbeitgeber stellt die ehrenamtliche Person den beantragen Zeitraum unter Fortzahlung seiner Bezüge frei. Es gibt allerdings für privatrechtliche Arbeitgeber die Möglichkeit, sich diese Bezüge wieder zurückerstatten zu lassen.


Wie erhält der privatrechtliche Arbeitgeber das bei der Freistellung gezahlte Arbeitsentgelt wieder zurück?

Mit dem Befürwortungsschreiben des Hessischen Jugendrings können alle privatwirtschaftlichen Betriebe beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales, Mainzer Str. 35, 65185 Wiesbaden, Tel.: (0611) 71 57-0, die Erstattung des gezahlten Arbeitentgeltes beantragen.

Ein passendes Merkblatt für dieses Verfahren sendet die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Evangelischen Jugend in Hessen für die entsprechenden Anträge im Anftragsverfahren gleich mit.


Kann eine Freistellung abgelehnt werden?

Die Freistellung kann nur dann nicht gewährt werden, wenn dringende betriebliche Erfordernisse entgegenstehen. Die Ablehnung der Freistellung muss schriftlich erfolgen.


Fragen zur Freistellung beantwortet:
Marc di Pancrazio, Telefon 06151/6690-105, E-Mail: info@lvejh.de



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